Der Tod in der Pflege. Was Sie erwartet. Und wie Sie sich vorbereiten können.
Der Tod gehört zur Pflege. Trotzdem trifft er Angehörige und Partner oft unvorbereitet. Auch wenn absehbar ist, dass das Lebensende naht. Abschied ist kein Alltag.
Kann man sich auf den Tod vorbereiten?
Ja. Sie können sich vorbereiten. Nicht auf den Schmerz. Aber auf die Situation.
Sprechen Sie früh über Wünsche. Klären Sie, wer informiert werden soll. Besprechen Sie Rituale. Musik. Kerzen. Gebete. Stille. Halten Sie wichtige Telefonnummern bereit. Arzt. Pflegedienst. Angehörige. Wissen Sie, was im Todesfall zu tun ist. Das gibt Sicherheit.
Was verändert sich in den letzten Tagen?
Viele Sterbende ziehen sich zurück.
Der Schlaf nimmt zu.
Essen und Trinken werden weniger.
Die Atmung verändert sich.
Manche Menschen sprechen kaum noch. Andere wirken plötzlich sehr klar.
Das ist normal. Sie müssen nichts erzwingen. Nähe reicht. Dasein reicht.
Wie können Sie als Angehörige unterstützen?
Bleiben Sie ruhig.
Sprechen Sie langsam.
Halten Sie die Hand.
Akzeptieren Sie Stille.
Erlauben Sie sich Gefühle. Auch Überforderung.
Sie dürfen bleiben. Sie dürfen gehen. Beides ist richtig.
Welche Rolle hat die Betreuungskraft?
Die Betreuungskraft begleitet. Sie beobachtet Veränderungen. Sie informiert Angehörige und uns. Sie sorgt für Ruhe und Würde. Sie bleibt ansprechbar. Auch für Sie. Sie sind nicht allein. Auch die Betreuungskraft trägt diesen Moment mit.
Welche Unterstützung erhalten Sie?
Wir lassen Sie nicht allein. Wir helfen bei den nächsten Schritten. Wir erklären Abläufe. Wir sprechen mit der Betreuungskraft. Wir organisieren Abreise oder Fortsetzung der Betreuung. Wir sind erreichbar. Auch für Gespräche.
Zusätzliche Anlaufstellen:
Ambulante Hospizdienste.
Palliativdienste und Hausärzte.
Seelsorge. Kirchlich oder weltlich.
Trauerberatungsstellen.
TelefonSeelsorge. Rund um die Uhr. Anonym.
Abschied braucht Zeit.
Es gibt keinen richtigen Weg.
Nur Ihren.