24-Stunden-Pflege bei Demenz zu Hause
Der Mantel hängt am selben Haken.
Das Frühstück steht um acht auf dem Tisch.
Für Menschen mit Demenz sind das keine Kleinigkeiten. Es ist Halt.
Mit einer 24-Stunden-Pflege bei Demenz bleibt Ihr Angehöriger zu Hause, in den Räumen, die er kennt. Eine Betreuungskraft lebt mit im Haushalt. Sie hilft beim Anziehen, beim Essen, beim Spaziergang. Und sie bleibt ruhig, wenn der Tag unruhig wird.
Für Menschen mit Demenz, die nicht mehr allein leben sollten, aber zu Hause bleiben möchten.
Vertraute Umgebung. Die eigenen Räume, die eigenen Wege. Das gibt Orientierung.
Jemand ist da. Kein ständiges Kommen und Gehen, sondern ein Mensch im Haus.
Ein ruhiger Rhythmus. Mahlzeiten und Rituale finden zu vertrauten Zeiten statt.
Entlastung für Sie. Sie bleiben Tochter oder Sohn und müssen nicht rund um die Uhr pflegen.
Für wen ist eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz geeignet?
Wenn ein Mensch mit Demenz nicht mehr sicher allein leben kann, aber zu Hause bleiben möchte, ist eine 24-Stunden-Pflege oft der richtige Weg.
Die Diagnose allein entscheidet das nicht. Entscheidend ist, wie der Alltag heute aussieht.
Eine 24-Stunden-Betreuung kann gut passen, wenn Ihr Angehöriger …
- Mahlzeiten, Trinken oder Termine vergisst
- sich in der Wohnung zurechtfindet, draußen aber nicht mehr sicher ist
- Hilfe beim Waschen, Anziehen oder Essen braucht
- beim Aufstehen und Gehen Unterstützung braucht, auch wenn er viel liegt
- nachts manchmal wach ist und Hilfe braucht
Und wenn Sie als Familie spüren: So geht es nicht mehr lange.
Genauer hinschauen sollten wir, wenn …
- Ihr Angehöriger nachts sehr oft Hilfe braucht
- er nur noch von zwei Personen bewegt werden kann
- er häufig die Wohnung verlässt und sich verläuft
- täglich medizinische Versorgung nötig ist
Auch dann ist eine Betreuung zu Hause oft möglich, mit einem Pflegedienst an der Seite oder einer zweiten Betreuungskraft. Das besprechen wir ehrlich mit Ihnen.
Welche Aufgaben übernimmt eine Betreuungskraft bei Demenz?
Sie begleitet den Alltag. Ruhig, ohne Eile.
Was genau dazugehört, richtet sich nach Ihrem Angehörigen und seinen Gewohnheiten.
Unterstützung bei Körperpflege, Mahlzeiten und Haushalt
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Bereich |
Zum Beispiel |
|---|---|
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Körperpflege |
Waschen, Duschen, Anziehen, Kämmen, Rasieren, Hilfe bei Inkontinenz |
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Mahlzeiten |
Kochen, beim Essen helfen, ans Trinken erinnern |
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Haushalt |
Einkaufen, Wäsche, Ordnung in der Wohnung |
|
Bewegung |
Hilfe beim Aufstehen und Gehen, bei Bettlägerigkeit auch Umlagern und Transfer in den Rollstuhl |
Orientierung und Struktur im Tagesablauf
Menschen mit Demenz finden sich leichter zurecht, wenn der Tag sich wiederholt.
Frühstück um acht. Derselbe Weg um den Block. Die Brille abends am selben Platz.
Die Betreuungskraft erinnert an das, was sonst verloren geht: das Glas Wasser, die Jacke vor der Tür, den Besuch am Nachmittag. Sie erinnert freundlich und ohne zu drängen.
Beschäftigung und Aktivierung im Alltag
Es geht nicht um ein Programm. Es geht darum, dass der Tag etwas Vertrautes enthält. Zum Beispiel:
- Kartoffeln schälen oder Wäsche falten, so wie früher
- Musik aus der Jugend
- ein Fotoalbum, über das man spricht
- ein Spaziergang, auch wenn er kurz ist
- einfach zusammen am Küchentisch sitzen
Wie kann ein Tagesablauf bei der 24-Stunden-Pflege für Demenzkranke aussehen?
Ein Beispiel, kein fester Plan. Jeder Tag richtet sich nach dem Menschen, nicht umgekehrt.
Morgens: in Ruhe aufstehen, waschen und anziehen. Frühstück zur gewohnten Zeit, dazu die Erinnerung an die Tabletten.
Mittags: gemeinsam Gemüse schneiden oder den Tisch decken. Essen, danach eine Pause.
Nachmittags: ein Spaziergang, Kaffee, vielleicht Besuch. Musik oder alte Fotos.
Abends: ein leichtes Essen, dann die Abendroutine, jeden Tag in derselben Reihenfolge.
Wichtiger als die Uhrzeit ist die Wiederholung. Was jeden Tag gleich ist, muss nicht jeden Tag neu verstanden werden.
Wo liegen die Grenzen der 24-Stunden-Pflege bei Demenz?
Eine Betreuungskraft übernimmt Alltag und Grundpflege. Medizinische Aufgaben, die sogenannte Behandlungspflege, gehören nicht dazu. Dafür gibt es den ambulanten Pflegedienst und den Arzt.
|
Situation |
Das übernimmt die Betreuungskraft |
Hier braucht es zusätzliche Hilfe |
|---|---|---|
|
Medikamente |
an die Einnahme erinnern, vorbereitete Medikamente reichen |
Medikamente stellen, Spritzen geben: Pflegedienst |
|
Wunden, Haut |
Veränderungen bemerken und melden |
Wundversorgung: Pflegedienst |
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Nächte |
Rufbereitschaft, Hilfe beim Toilettengang oder Umziehen |
mehr als sechsmal pro Nacht: eigene Lösung, oft eine zweite Betreuungskraft |
|
Bewegung |
Aufstehen, Gehen, bei Bettlägerigkeit auch Umlagern und Transfer |
Hilfsmittel wie Pflegebett oder Lifter: über Arzt und Pflegekasse |
|
Unruhe, Veränderungen |
beobachten, die Familie informieren |
ärztliche Abklärung |
Auch eine Betreuungskraft braucht Pausen und freie Zeit. Nur so bleibt sie auf Dauer geduldig, und genau das braucht Ihr Angehöriger.
Wie wählt HelpingHand24 eine Betreuungskraft für Demenzkranke aus?
Nicht allein, sondern mit Ihnen gemeinsam.
Unsere Betreuungskräfte kommen aus Polen und anderen Ländern Osteuropas. Ausgewählt werden sie über unsere eigenen Niederlassungen in Polen, nicht über fremde Vermittler.
Wir sprechen miteinander. Sie erzählen uns von Ihrem Angehörigen: wie er ist, was er braucht, was ihm wichtig ist. Das ist kostenlos und unverbindlich.
Sie erhalten ein Angebot. Es ist abgestimmt auf seinen Bedarf.
Sie lernen Betreuungskräfte kennen. Wir stellen Ihnen passende Personen vor, und Sie entscheiden mit unserer Unterstützung.
Die Betreuungskraft kommt. In der Regel innerhalb von 4 bis 14 Werktagen.
Erfahrung in der Demenzbetreuung
Wir achten darauf, ob eine Betreuungskraft schon Menschen mit Demenz begleitet hat, und in welcher Situation. Wer nachts oft wach ist, braucht eine andere Begleitung als jemand, der nachmittags unruhig wird.
Sprachkenntnisse und persönliche Eignung
Bei Demenz zählt oft weniger die Grammatik als die Art zu sprechen. Langsam. Freundlich. Mit Geduld.
Ob es passt, zeigt sich manchmal erst nach ein paar Tagen. Passt es nicht, kümmern wir uns um einen Wechsel. Dafür gibt es die Probezeit.
Wie läuft der Start der 24-Stunden-Betreuung bei Demenz ab?
Je besser die Betreuungskraft Ihren Angehörigen kennt, desto ruhiger wird der Anfang.
Vorbereitung auf die Ankunft der Betreuungskraft
- ein möbliertes, abschließbares Zimmer mit Fenster
- stabiles, kostenloses WLAN
- ein kurzer Steckbrief: früherer Beruf, Heimatort, wichtige Menschen, wie er angesprochen werden möchte
- Tagesrhythmus: Wann wird gegessen, wann geschlafen?
- Lieblingsessen, Lieblingsmusik, liebste Beschäftigungen
- was beruhigt und was Angst macht
- Medikamentenplan
- Telefonnummern von Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen
Betreuungswechsel möglichst ruhig gestalten
Die Betreuungskräfte wechseln sich nach einigen Wochen oder Monaten ab. Für Menschen mit Demenz ist das leichter, wenn alles andere gleich bleibt: dieselben Zeiten, dieselben Rituale, dieselbe Tasse.
Ein Übergabeheft in der Küche hilft. Darin steht, was sich bewährt hat, was sich verändert hat und welche Sätze beruhigen.
Wann ist zusätzliche Unterstützung zur 24-Stunden-Pflege bei Demenz sinnvoll?
Eine Betreuungskraft trägt viel, aber nicht alles. Oft funktioniert es am besten im Zusammenspiel.
|
Bedarf |
Betreuungskraft |
Ergänzend |
|---|---|---|
|
Alltag, Körperpflege, Gesellschaft |
ja |
– |
|
Medizinische Versorgung |
nein |
|
|
Neue Beschwerden, spürbare Verschlechterung |
beobachtet und meldet |
Hausarzt oder Facharzt |
|
Nächte mit sehr häufigem Hilfebedarf |
teilweise |
zweite Betreuungskraft |
|
Entscheidungen, Behörden, Finanzen |
nein |
Familie |
Was kostet eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz?
Das hängt davon ab, wie viel Hilfe Ihr Angehöriger braucht. Alle Preise und Beispielrechnungen finden Sie auf unserer Seite zu den Kosten der 24-Stunden-Pflege.
Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?
Bei Demenz spielen vor allem diese Punkte eine Rolle:
- wie viel Hilfe im Alltag nötig ist
- wie beweglich Ihr Angehöriger ist, und ob er umgelagert werden muss
- wie oft er nachts Hilfe braucht
- wie viel Erfahrung mit Demenz die Betreuungskraft mitbringen soll
- welche Deutschkenntnisse gewünscht sind
Welche Zuschüsse und Leistungen können genutzt werden?
Ab Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse Pflegegeld, das für die Betreuung eingesetzt werden kann. Dazu kommt oft die Verhinderungspflege. Den Antrag dafür übernehmen wir für Sie. Außerdem lässt sich ein Teil der Kosten von der Steuer absetzen.
Mehr dazu lesen Sie unter Häusliche Pflege und Betreuung finanzieren.
Häufige Fragen zur 24-Stunden-Pflege bei Demenz
Sie müssen das nicht allein entscheiden.
Im ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, ob eine Betreuung zu Hause für Ihren Angehörigen passt.
Ohne Druck. Ohne Verpflichtung.